Schon früh kamen Menschen auf die Idee, zu weben. In antiken ägyptischen Grabkammern entdeckten Archäologen jahrtausendalte Reste von gewebten Gewändern: Der Beweis, dass Weben zu den ältesten Handwerkskünsten der Welt gehört. Aus dem primitiven Webrahmen entwickelte sich im Laufe der Geschichte der heutige Handwebstuhl. Die Technik ist jedoch stets die Gleiche geblieben.

MEHR ERFAHREN

Produktionsschritte




1. Wolle waschen und mit Mottenschutz versehen



2. Wolle trocknen



3. Wolle färben



4. Wolle nach Rezepturen zu Melangen mischen



5. Wollmischung kardieren



6. Garne walken



7. Effektgarne herstellen



8. Teppich abknoten



9. Fransen oder Kanten anbringen



10. Finishing



11. Qualitätskontrolle



12. Versand

Vom Schaf...


Vor dem Weben wird die reine Schafschurwolle zunächst in über 500 Farbtönen eingefärbt. Dafür verwenden wir ausschließlich streng kontrollierte Qualitätsprodukte aus der Schweiz.

Anschließend wird ein Teil der gefärbten Wollflocken zu speziellen Mixturen verarbeitet – nach geheimen Rezepturen, mit großer Sorgfalt und viel Kreativität. Um die Wollflocken auf das Spinnen vorzubereiten, werden sie kardiert und dadurch gelockert. Disteln oder Kletten, die gelegentlich in der Wolle vorkommen, lassen sich dabei herauskämmen.

Das Spinnen trägt wesentlich zur Ästhetik und Strapazierfähigkeit eines Teppichs bei. Bei diesem Prozess wird die Wolle um einen Jutedocht herumgesponnen, um die Festigkeit zu erhöhen. So entsteht die praktische Besonderheit von Handwebteppichen: Sie sind beidseitig verwendbar!

Je nachdem, welche Art von Garn wir verwenden, können wir unterschiedlichste optische Effekte erzielen. Ein Teil der Garne wird zusätzlich gewalkt. Die natürliche Behandlung mit Wasser, Wärme und Reibung schließt und festigt die Oberflächenstruktur der Garne – vergleichbar mit der dichten Oberfläche eines Lodens. Dadurch wird der fertige Teppich äußerst schmutzabweisend, strapazierfähig und absolut pflegeleicht.

... bis zum fertigen Teppich


Auf dem Handwebstuhl entstehen dann – je nach Vorgabe – unifarbene Flachgewebe oder dessinierte Teppiche. Für Letztere wenden wir die sogenannte Kelimtechnik an. Bei dieser Methode werden Garnstücke in verschiedenen Farben aneinandergelegt und zu einem Muster verwebt. Sogenannte Schaftstühle können Doppelteppiche weben, die auf Vorder- und Rückseite das Dessin in umgekehrter Farbgebung wiedergeben.

Der fertig gewebte Teppich wird daraufhin abgeknotet und mit einer Kante oder Fransen versehen. Das abschließende Finishing säubert die Oberflächen von losen Fäden und abstehenden Fasern. Nach einer umfassenden Qualitätskontrolle verlässt der vollendete Handwebteppich die Produktionsstätte und kommt auf den Weg zu seinem neuen Zuhause.

Die Logistik ist bis ins Detail durchdacht: Von der Bestellung bis zur Auslieferung eines PAULIG Handwebteppichs vergehen lediglich vier bis sechs Wochen. Das ist nur deshalb möglich, weil wir gefärbte Wolle, Garne und Zwirne stets auf Lager haben. So können wir Kundenwünsche zeitnah und zuverlässig erfüllen.