Mottenschutz für Teppiche – was wirklich hilft


24.08.2021

Sie sind winzig klein, immer hungrig und ziemlich lästig: Kleider- und Teppichmotten. Sie machen es sich bei Ihnen gemütlich und bedienen sich an Ihren Textilien wie an einem schmackhaften Büffet.

Doch woher kommen die ungeliebten Quälgeister und noch viel wichtiger: Wie werden Sie sie wieder los? Gibt es Präventionsmaßnahmen, die verhindern, dass sich Motten überhaupt in Ihrem Zuhause niederlassen?

Hier erfahren Sie, was Sie tun können und auf welchen Mottenschutz wir bei PAULIG setzen, um das Risiko bereits im Vorfeld zu minimieren.

Unbedenklichkeitserklärung (PDF)
Mottenschutz (PDF)

1. Die Teppichmotte: Woher sie kommt und wie sie sich vermehrt
2. Befall im Teppich erkennen und Mottenschutz wiederherstellen
3. Motten im Teppich vorbeugen – Präventionsmaßnahmen
4. Weitere Tipps zur Sofortbekämpfung

Befall im Teppich erkennen und Mottenschutz wiederherstellen


Sie sind nicht sicher, ob sich in Ihrem Teppich bereits Motten eingenistet haben? Mit diesen Methoden finden Sie es heraus:

  • Teppiche aber auch andere Textilien wie Gardinen und Kleidungsstücke auf Löcher untersuchen

  • Auf fliegende Motten in der Luft achten (vor allem abends und nachts) und bereits vor der Eiablage eliminieren

  • Prüfen, ob sich krabbelnde, gelb-weiße Larven auf Ihrem Teppich befinden

  • Teppichrückseiten auf Eiernester und fadenartige Gespinste (Häute der Mottenlarven) absuchen

Motten im Teppich vorbeugen – Präventionsmaßnahmen


Wir empfehlen, Teppiche bereits im Vorfeld mit einem Langzeit-Mottenschutz zu versehen. Dafür sorgen wir bei PAULIG, indem wir die Teppiche noch bei uns im Werk mit Mottenschutzmitteln ausrüsten. Bei dem verwendeten Stoff handelt es sich um einen Biozid-Wirkstoff auf Basis von Permethrin, der unsere Wollteppiche effektiv vor der Zerstörung durch Mottenlarven und Teppichkäfer schützt.

Das Mittel bietet gegenüber anderen Mottenschutz-Methoden (wie beispielsweise dem giftigen Begasen von Teppichlagern) mehrere Vorteile:

  • Fraßgift (statt Kontaktgift): Die Larven sterben erst, wenn sie die mit Permethrin behandelte Wolle verdauen

  • Keine gesundheitliche Gefährdung für den Menschen (Permethrin wird auch in Cremes und Shampoos verwendet, z. B. zur Behandlung von Kopf- oder Filzläusen)

  • Einmalige Behandlung genügt, um Mottenschutz dauerhaft zu gewährleisten (im Gegensatz zur regelmäßigen Teppich-Begasung)

  • Kennzeichnung von Waren, die mit Biozidprodukten behandelt wurden – zur Information der Verbraucher (nach EU-Verordnung)


Zu weiteren vorbeugenden Maßnahmen in puncto Mottenschutz für Teppiche zählen ebenso Fliegengitter, regelmäßiges Staubsaugen oder Hausmittel wie Zedernholz. Packen Sie außerdem Kleidungsstücke, die Sie selten anziehen, sicher weg oder sortieren Sie sie direkt aus. Mottenlarven nisten sich nämlich vor allem dort ein, wo sie sich ungestört vermehren können.

Weitere Tipps zur Sofortbekämpfung


Sollten Sie dennoch Mottenbefall am Teppich feststellen, ist schnelles Handeln gefragt. Dazu gehören unter anderem folgende Erste-Hilfe-Maßnahmen:

  • Betroffenen Teppich in einen abgeschlossenen Raum bringen und von anderen Textilien isolieren

  • Anschließend gründlich absaugen und mit Essigessenz reinigen

  • Staubsaugerbeutel entsorgen und umliegende Flächen des befallenen Teppichs reinigen

  • Evtl. chemische Mottensprays oder Pheromon-Mottenfallen verwenden

  • Oder auf natürlichen Mottenschutz setzen wie Temperatur- und Sonnenlichtbehandlung des Teppichs bzw. Einsatz von Schlupfwespen als natürliche Feinde der Mottenlarven

Die Teppichmotte: Woher sie kommt und wie sie sich vermehrt


Um den Mottenschutz in Teppichen zu gewährleisten, braucht es zunächst solides Basiswissen um die Lebensbedingungen der Tiere.

Bei Kleider- und Teppichmotten handelt es sich um gefräßige Insekten, die biologisch den Schmetterlingen zuzuordnen sind. In der freien Natur leben sie vor allem in Tier- und Vogelnestern. Hier ernähren sie sich von Tierhaaren, da die Larven tierische Fasern zum Wachstum benötigen. Diese finden sich aber auch in vielen Kleidungsstücken und Teppichen. Insbesondere das darin enthaltene Protein Kreatin ist für das Wachstum der Mottenlarven essenziell.

Besonders Mischgewebe, in denen synthetische oder pflanzliche Stoffe zusammen mit tierischen verarbeitet wurden, bieten ein gefundenes Fressen für die kleinen Plagegeister. Die Fasern dienen dabei als Nahrungsquelle und gleichzeitig als Baustoff für den Kokon. Da die Motten nachaktiv sind, legen sie ihre Eier bevorzugt an dunklen Stellen in Teppichen ab.

Die PAULIG Teppichweberei GmbH garantiert, dass alle Produkte aus 100 Prozent Schurwolle bereits in der Produktion mit einem effektiven Mottenschutz ausgerüstet werden. Damit Sie sich lange Zeit an der Qualität und Schönheit Ihres Teppichs erfreuen können!